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Ein Aufenthalt auf der Hazienda Los Lingues® versetzt Sie in längst vergangene Zeiten. Sie wohnen nicht nur in einem typisch chilenischen Haus, sondern alle Gebäuden sind auch „lebendige“ Zeugen der Kolonialzeit. Alles wurde originalgetreu restauriert... die Konstruktionen aus Lehm und Stroh, Wände angestrichen mit dem typischen Kolonialrot und alle Einrichtungsgegenstände durch fachmännische Hand restauriert, um dem Original möglichst treu zu bleiben.
Alte Bäume säumen unsere Park- und Gartenanlage. Darunter Boldo (Magnolienähnliche), Quillayes, Kiefern, Eukalyptos, Lingues® und Steineichen, welche vielen Vögeln und Tieren der Region als Lebensraum dienen von Enten, Wachteln, Reihern bis zu Füchsen etc.
--Los Lingues® ist außerdem Züchter von edlen Pferden, dem sogenannten "Aculeo", welches zu den besten Rassen und vor allem widerstandsfähigsten in ganz Amerika gehört. Die Zucht begann im Jahre 1760 und findet ihren Ursprung bei den Pferden der Berber und Nomaden Nordafrikas, welche durch die Mauren nach Spanien und durch die Eroberung der “Neuen Welt” schließlich nach Südamerika kamen.
--Der "Aculeguano" ist in erster Linie mit dem Lipizziano verwandt, das Prestigetier der Spanischen Reitschule in Wien, Österreich, seit 1835. Der Boden der Stallungen (3500m2) ist mit handgearbeitetem rotem Stein ausgelegt. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich unser Rodeo Rondell, die “medialuna”, wo regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Die Huasos tragen traditionelle Trachten und demonstrieren ihre Reitkünste beim Treiben eines Jungstiers, sowie bei verschiedenen Geschicklichkeitsaufgaben. Das ganze Geschehen können Sie als unser gast von der Tribüne aus sicherem Abstand genießen, begleitet von chilenischer Musik und mit reichhaltigen chilenischen Speisen und Getränken versorgt.
Man kann nicht von Los Lingues® reden ohne an die auch hier verwurzelte Tradition der chilenischen Landwirte zu denken. Dies spiegelt sich nicht nur in der Architektur des Gutes wieder, sondern auch in den Gewohnheiten und Bräuchen: in der Gastfreundschaft, im Glauben an die Religion, in der Nüchternheit und Gutherzigkeit, und dem Stolz auf das Vaterland mit all seinen Symbolen und Traditionen.
-- Auf diese Weise präsentiert sich die Hazienda "Los Lingues®" als ein historisch-kulturelles Zentrum mit edukativem Charakter und dem Ziel Generation für Generation diese Werte weiterzugeben.
--Zum Ende des 16. Jahrhunderts siedelte Don Melchor Jufré del Águila, ein fremder Edelmann und Sohn eines Militärs, im Valle Central von Santiago an. Im Jahre 1599 belegte er das Amt des Bürgermeisters in Santiago und einige Jahre später erreichte er schließlich als Schriftsteller und Chronist großes Ansehen in der Gesellschaft Santiagos. So groß, dass ihm der König Spaniens aus Dankbarkeit ein Stück Land mit einer Estancia schenkte. So wurde dann Jahre danach durch seine Tochter Doña Ana María del Águila, Ehegattin des Regierungschefs Chiles, Don Diego González Montero (1662-1670), aus der Estancia de la Angostura die “Hacienda Los Lingues®”. Beide sind Vorfahren der späteren Nationalhelden Chiles in der Zeit der Unabhängigkeit Don José Gregorio Argomedo und Montero del Aguila, der 1767 hier geboren wurde. So wurde Los Lingues® ohne Unterbrechung immer von Generation zu Generation weitergeführt, mittlerweile befindet es sich schon seit über 400 Jahren in den Händen der gleichen Familie.
--Der aktuelle Eigentümer von Los Lingues®, der Señor Germán Claro Lira, ließ die alten Häuser der Hazienda sowohl architektonisch als auch im Inneren restaurieren. Wobei penibel darauf geachtet wurde alles möglichst originalgetreu mit Hilfe von Architekten und Historikern zu erhalten. Die Herausforderung an die Bauherren war trotz der Umbauten dem ursprünglichen Stil mit seinen Wurzeln in der Zeit der Unabhängigkeit treu zu bleiben.
--Nur hier auf Los Lingues koennen Sie heute noch neben Zeitzeugen durch die verschiednen Epochen wandeln und einen Eindruck davon bekommen wie es sich damals auf einem traditionellen chilenischen Landgut gelebt hat. Die Herrenhäuser, zum Beispiel, wurden in den Jahren 1690 und 1700 von der Familie Argomedo gebaut. Hier erwarten sie unzählige kleine Überraschungen... Einige Türen wurden von den berühmten Jesuitenmönchen "Jesuitas Bávaros de Calera de Tango" produziert, deren Werke ebenso im Palast von Moneda und der Katedrale in Santiago zu bewundern sind.
--Die großen Kellerräume, erbaut aus dem gleichen massivem Gemäuer wie damals die legendäre Brücke über den Fluss Mapocho, aus “cal y canto” (Kalkstein und Eiweiß), wurden in zwei Speiseräume verwandelt. Auf gleiche Weise wurde auch der Weinkeller gebaut, in dem mehr als 150 der besten chilenischen Weine lagern.
--Die Herrenhäuser mit einer Grundfläche von ca. 5000 m2 sind Austellungsraeume fuer Schmuckstücke wie Silbergeschirr, Kristallgläser, Spieltische, alte Lampen etc.
--Jedes dieser Stücke erzaehlt eine Geschichte, einige sind Erbstuecke bedeutender chilenischer Persönlichkeiten. Wie zum Beispiel von Mateo de Toro y Zambrano, dem Grafen des Eroberungskrieges, Praesident der ersten Junta der Regierung, oder von Gaspar Marin und José Gregorio Argomedo, Ramón Freire, José Victorino Lastarria, um nur einige zu nennen. Als besonderer Schatz hebt sich ein florentinischer Elfenbeinchristus (72cm hoch) aus dem 17. Jahrhundert hervor,der aus dem Besitz von Papst Pio IX stammt... heute zu betrachten in unserer kleinen Kapelle auf der Hazienda.
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•Don José Gregorio Argomedo y Montero de Aguila,
Public activities
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